WEBLOG

Ökologische Fenster – also was?

  /   10.11.2017

    Die Ökologie im weitesten Sinne hat immer größeren Einfluss auf unser tägliches Leben. Beim Kauf neuer Sachen ziehen wir in Betracht nicht nur den Preis und die Qualität, sondern auch deren Auswirkungen auf die Umwelt. Das betrifft eben Fenster. Hersteller und Verkäufer mögen betonen, dass ihre Fenster ökologisch sind, nicht immer klären sie genau, worin dieses „Ökologisch-Sein“ besteht. Es kann nämlich auf unterschiedliche Art und Weise verstanden werden.

Keine schädlichen Substanzen

     „Ökologische Fenster” werden am meisten so interpretiert, dass bei deren Herstellung keine schädlichen chemischen Substanzen verwendet werden. Gegenstand ständiger kritischer Untersuchung sind seit Jahren vor allem PVC-Kunststofffenster (korrektes Akronym des Polyvinylchlorides), die fast allgemein für das Böse in seiner reinsten Form gehalten werden. Das ist selbstverständlich ein Stereotyp.

Die heute hergestellten PVC-Kunststofffenster sind hundertprozentig sicher sowohl für Menschen wie auch für die ganze Umwelt. Dabei wird kein Polyvinylchlorid freigesetzt (was ihnen irrtümlich vorgeworfen wird), sie enthalten weder Quecksilber noch Kadmium.

Das Recycling ist für unseren Planeten von Vorteil

Mit voller Überzeugung kann man schreiben, dass die PCV-Kunststofffenster gerade am umweltfreundlichsten sind, weil sie in hohem Maße aus recycelten Stoffen erzeugt werden. Nicht jeder weiß, dass der hergestellte Kunststoff bis siebenmal wiederverwertet werden kann!
Die Herstellung von PVC-Kunststofffenstern trägt als auf einfache Art und Weise zur Verminderung von Kunststoffabfällen in Müllhalden bei. Die Wiederverwertung dieser Stoffe ermöglicht, den Erdöl- oder Salzverbrauch weltweit zu reduzieren.

Ökologische Fenster sind vor allem energiesparend

     Das Treibhauseffekt, ein gefährlicher Anstieg des Ozeanspiegels, schmelzende Gletscher, extreme Wetterereignisse, aufbrauchende natürliche Ressourcen (Erdöl, fossile Brennstoffe) – das sind die größten Gefahren, mit denen wir uns bald messen werden müssen.

     Wenn wir eine kluge und weltweite Energiepolitik nicht einführen, vermeiden wir nicht eine weitere Vernichtung der Umwelt, also des ganzen Planeten.

     Eines der wichtigsten Elemente dieser Politik ist eine erhebliche Reduzierung der Treibhausgase, die u. a. bei der Wärmeerzeugung für Haushalte entstehen. Deswegen spricht man so viel über das energiesparende und passive Bauen, das ermöglicht, den Verbrauch von herkömmlichen Kraftstoffen und somit auch deren Emission zu senken.

     Es ist dabei das Thema Fenster nicht zu übersehen. Alte, undichte Fenster und Türen vergeuden unnötig Energie – anschaulich geschrieben „entweicht“ die Wärme gerade durch solche Fenster und Türen. Infolge dessen ist es erforderlich, noch mehr Wärme zu erzeugen, was noch höhere Kosten, einen größeren Verbrauch von Kraftstoffen und die Emission von weiteren Gasen in die Atmosphären bedeutet.

     Ökologische Fenster sind daher vor allem Fenster neuer Generation, die außergewöhnliche Isolierungsparameter, darunter Wärmeübergangskoeffizient garantieren. Indem wir in neue Fenster investieren, können wir eine erheblich höhere thermische Behaglichkeit sicherstellen, Heizungskosten deutlich senken und unseren Beitrag zum Kampf um ein besseres Schicksal unseres Planeten leisten.

Die Zukunft der Fenster

In den Vereinigten Staaten wird seit einiger Zeit eine Lösung getestet, die in näherer Zukunft für Massenanwendung bestimmt werden kann. Es handelt sich um halbleitfähige Polymere in Form eines dünnen Films, der nach dem Auftragen auf eine durchsichtige Fläche – z.B. Fensterglas – das Sonnenlicht absorbieren wird und dann in elektrischen Strom umwandelt.
Die Funktionsweise ist ähnlich wie bei den Solarmodulen oder Solarkollektoren. Werden unsere Fenster somit in Zukunft Strom erzeugen? Heute können wir das nicht ausschließen. Das wäre erst recht Ökologie!

Lesen Sie den Artikel auf unserem Blog: Der Bau eines Passivhauses. Was muss man beachten?